Website-Check: Ist Ihre Website noch aktuell?
Wann haben Sie Ihre Website zuletzt geprüft? Nicht aufgerufen – geprüft. Ob sie auf dem Handy noch bedienbar ist, ob der Cookie-Hinweis noch funktioniert, ob im Hintergrund seit Jahren dieselben Plugins ohne Update laufen.
Die meisten Website Inhaber können diese Frage nicht beantworten. Das ist kein Vorwurf. Eine Website, die läuft, meldet sich nicht.
Genau darin liegt das Problem. Websites, die zwischen 2012 und 2018 gebaut wurden, laufen zum großen Teil noch und sehen für ihren Besitzer aus wie am ersten Tag.
Aber die Anforderungen haben sich geändert. Browser warnen vor Dingen, die damals normal waren. Google bewertet nach Kriterien, die es damals nicht gab. Eine Website kann veraltet sein, ohne sichtbar defekt zu sein.
Und noch etwas gehört zur Ehrlichkeit dazu, bevor es weitergeht:
Ein Website-Check ist bei mir kein Einstieg in eine never ending follow-up eMail Aktion und erst recht keine Abo-Falle.
Er kann genauso gut mit „Pflege reicht“ enden wie mit „Relaunch nötig“. Beide Ergebnisse sind möglich – dazu unten mehr.
Der Selbsttest: Neun Fragen zu Ihrer Website
Sie brauchen dafür nur Ihren Browser und Ihr Handy. Öffnen Sie Ihre eigene Website und gehen Sie die neun Punkte durch.
Drei oder mehr Nein:
Dann lohnt sich ein genauerer Blick. Nicht, weil die Seite morgen ausfällt, sondern weil sich hinter jedem dieser Punkte eine Entwicklung verbirgt, die Ihre Website still und leise abgehängt hat.
Zehn Jahre
Website-Standards
im Zeitraffer
2014 bis 2018: Verschlüsselung wird zur Pflicht
Bis etwa 2014 war HTTPS etwas für Online-Shops und Banken. Dann kündigte Google an, verschlüsselte Seiten im Ranking zu bevorzugen, und ab 2018 begannen die Browser, unverschlüsselte Seiten aktiv als „Nicht sicher“ zu kennzeichnen. Heute ist HTTPS die Grundvoraussetzung – ohne Zertifikat verlieren Sie Besucher, bevor sie die Seite gesehen haben. Viele ältere Seiten haben zwar ein Zertifikat nachgerüstet, laden aber einzelne Bilder oder Skripte weiterhin unverschlüsselt. Der Browser zeigt dann trotzdem eine Warnung.
2018: Die Datenschutz-Grundverordnung
Seit dem 25. Mai 2018 gilt die DSGVO. Für Websites bedeutet das: Cookie-Einwilligung vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies, eine vollständige Datenschutzerklärung, Verträge zur Auftragsverarbeitung mit Hoster und Dienstleistern. So weit, so bekannt. Weniger bekannt sind die technischen Altlasten, die auf Seiten aus der Zeit davor fast immer zu finden sind: Schriften, die bei jedem Seitenaufruf von Google-Servern geladen werden und dabei die IP-Adresse des Besuchers übertragen – dafür gab es 2022 die ersten Abmahnwellen. YouTube-Videos, die ohne Vorschaltung eingebettet sind und schon beim Laden Daten an Google senden. Kontaktformulare ohne Datenschutzhinweis. Google Maps ohne Einwilligung. All das funktioniert technisch einwandfrei und ist trotzdem ein Risiko.
2018 bis 2021: Mobile-First
Google hat in diesen Jahren die Art umgestellt, wie es Websites bewertet: Gezählt wird die mobile Version, nicht mehr die Desktop-Version. Eine Seite, die auf dem Handy nur eine abgespeckte Fassung zeigt oder Inhalte versteckt, wird auch für Desktop-Suchende schlechter gefunden. Bei Seiten aus der Zeit um 2015 war „responsive“ oft ein nachträglich aufgesetztes Theme-Feature – das Layout passte sich an, aber Menüs, Tabellen und Formulare wurden nie für den Daumen gedacht.
2021: Core Web Vitals
Seit 2021 misst Google drei konkrete Werte zur Nutzererfahrung: Wie schnell ist der Hauptinhalt sichtbar, wie schnell reagiert die Seite auf Eingaben, und springt das Layout beim Laden. Diese Werte fließen ins Ranking ein. Für ältere WordPress-Seiten ist das ein Problem, weil sie typischerweise mit Page-Buildern, Bild-Slidern und Dutzenden Plugins gebaut wurden, die alle ihren eigenen Code laden. Prüfen können Sie das selbst, kostenlos, mit Googles PageSpeed Insights. Ein Wert unter 50 auf Mobilgeräten ist bei Seiten dieser Generation die Regel, nicht die Ausnahme.
2025: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das BFSG. Es verpflichtet Anbieter bestimmter Dienstleistungen an Verbraucher, ihre Websites barrierefrei zu gestalten – gemeint sind vor allem Online-Shops, Terminbuchungen, E-Tickets und Ähnliches. Wichtig ist, was oft weggelassen wird: Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern sind bei Dienstleistungen ausgenommen, und eine reine Informationswebsite ohne Buchung oder Verkauf fällt in der Regel gar nicht unter das Gesetz. Wenn Ihnen jemand erzählt, Ihre Handwerker-Website müsse jetzt dringend barrierefrei werden, sonst drohe eine Abmahnung, fragen Sie nach der Grundlage.
Trotzdem lohnt sich der Blick darauf. Barrierefreiheit heißt in der Praxis: Der Text lässt sich zoomen, Kontraste sind ausreichend, die Seite ist per Tastatur bedienbar, Bilder haben Beschreibungen. Das hilft nicht nur Menschen mit Einschränkungen, sondern jedem, der die Seite bei Sonnenlicht auf dem Handy liest. Viele ältere Themes verhindern das Zoomen sogar aktiv – ein einziger Eintrag im Quelltext, der seit Jahren niemandem aufgefallen ist.
Laufend: Plugin- und Theme-Sicherheit
Der unsichtbarste Punkt. WordPress selbst wird meist automatisch aktualisiert. Die Plugins und das Theme dagegen nicht – und genau dort sitzen die Sicherheitslücken. Eine Installation, deren Plugins seit drei Jahren nicht mehr angefasst wurden, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit angreifbar, auch wenn sie nach außen tadellos aussieht. Oft merkt der Besitzer es erst, wenn Google die Seite als gefährlich markiert oder der Hoster sie abschaltet. Häufig ist das Theme sogar gar nicht mehr aktualisierbar, weil der Anbieter es eingestellt hat oder die Lizenz ausgelaufen ist.
„Eine Website, die niemand pflegt, verliert nicht über Nacht – sie verliert jeden Monat ein bisschen.“
Warum das für Handwerks- und Gewerbebetriebe besonders zählt
Bei einem Onlineshop merkt man technische Probleme an sinkenden Verkäufen. Bei einem Handwerks- oder Dienstleistungsbetrieb ist der Effekt leiser: Die Anfrage, die wegen einer unklaren Kontaktseite nicht ankommt, sehen Sie nie.
Der Kunde, der Sie auf dem Handy nicht anrufen konnte, ruft stattdessen den nächsten Treffer an.
Gerade wenn das Geschäft saisonal schwankt oder ein Notdienst erreichbar sein muss, entscheidet die Website in Sekunden, nicht in Minuten. Und zunehmend ist sie auch das erste, was Bewerber sehen, wenn sie sich für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz interessieren.
Woran man eine veraltete Website
auf den ersten Blick erkennt
Abseits von Technik und Recht gibt es Merkmale, die jeder Besucher sofort einordnet, auch ohne es benennen zu können. Ein Bild-Slider auf der Startseite, der drei Motive durchwechselt, die niemand abwartet. Symbolschriften und Buttons mit Schlagschatten und Verlauf. Texte, die als Bild eingebaut sind und sich nicht markieren lassen. Ein Layout mit fester Breite, das auf großen Bildschirmen als schmale Spalte in der Mitte klebt. Eine Seitenleiste mit Schlagwort-Wolke und „Neueste Beiträge“ aus dem Jahr 2017. Stock-Fotos mit Händeschütteln vor Weltkarte.
Zeitlose Gestaltung sieht anders aus, aber nicht spektakulärer:
Sie ist ruhig. Klare Schrift, viel Weißraum, wenige Effekte, echte Fotos vom eigenen Betrieb statt gekaufter Symbolbilder.
Und genauso, wie man eine veraltete Website an ihren Effekten erkennt, erkennt man eine vertrauenswürdige an ihrem Gegenteil: echte Fotos vom eigenen Betrieb statt gekaufter Symbolbilder, sichtbare Referenzen statt Textwüste, und – wo vorhanden – Meisterbrief, Innungsmitgliedschaft oder Zertifikate an der Stelle, wo Besucher sie erwarten, nicht versteckt im Impressum. Das kostet in der Umsetzung wenig, wirkt aber stärker auf Vertrauen als jedes Layout-Detail.
Alt ist nicht automatisch schlecht.
Eine Website von 2015, deren Technik gepflegt und deren Inhalte aktuell sind, ist besser als ein Template von 2024, das nach dem Launch nie wieder angefasst wurde. Das Alter einer Seite sagt wenig. Ihr Zustand sagt alles.
Relaunch oder reicht es noch? Die drei möglichen Befunde
Am Ende eines Website-Checks steht einer von drei Befunden. Alle drei kommen in der Praxis vor, und der erste ist kein Verlegenheitsergebnis.
Befund 1: Alles in Ordnung – Pflege reicht
Technik aktuell, Inhalte stimmen, mobil brauchbar, rechtlich sauber.
Dann braucht es keinen Relaunch, sondern einen Wartungsrhythmus:
Updates, Backups, einmal im Jahr die Inhalte durchgehen.
Das ist ein echtes Ergebnis, das ich regelmäßig gebe.
Befund 2: Punktuelle Fixes
Die Seite trägt, aber einzelne Punkte hängen: Schriften lokal einbinden, Cookie-Banner nachrüsten, Videos mit Vorschaltung versehen, Plugins aktualisieren oder ersetzen, das Zoom-Verbot aus dem Quelltext nehmen.
Das ist oft ein Nachmittag Arbeit und kein Projekt.
Die Seite bleibt, wie sie ist, ist danach aber rechtlich und technisch auf Stand.
Befund 3: Relaunch
Wenn Technik, Gestaltung und Inhalt nicht mehr tragen, das Theme nicht mehr aktualisierbar und das Layout nicht mobilfähig ist, dann ist ein Neuaufbau ratsam.
Entscheidend ist, was bleiben muss um bestehende Google-Rankings zu behalten. Ein Relaunch, der bei null anfängt, wirft Jahre an Sichtbarkeit weg.
Was ein Relaunch kostet, hängt vom Umfang ab; eine Orientierung gibt die Seite zu den Kosten einer WordPress-Website.
Und wenn die Technik in Ordnung ist, aber die Inhalte nicht mehr?
Ein häufiges viertes Ergebnis, das in den drei Befunden oben nicht explizit vorkommt: Technisch ist alles sauber, aber niemand hat mehr Zeit, neue Referenzen, Blogbeiträge oder aktuelle Leistungen einzupflegen. Das ist kein Relaunch-Grund, sondern ein Auslagerungs-Grund – dafür gibt es das Content-ABO, bei dem ich laufend passende Themen recherchiere und die Website aktuell halte, ohne dass es bei Ihnen zusätzliche Zeit kostet.
So läuft der Website-Check ab
1.
Erster Schritt ist
die Bestandsaufnahme.
Ich sehe mir Ihre Website an: Technik, Datenschutz, Mobildarstellung, Gestaltung, Inhalte und halte fest, was ich finde.
2.
Zweiter Schritt ist
das Befund-Gespräch:
Wir gehen die Punkte
gemeinsam durch.
Ich erkläre, was dringend ist
und was warten kann.
3.
Dritter Schritt ist
die Entscheidung
Die liegt bei Ihnen:
Pflege, Fixes oder Relaunch
?
Für die Bestandsaufnahme mit anschließendem Gespräch gibt es einen definierten Termin zum Festpreis.
Den vollständigen Prüfkatalog finden Sie auf der Seite zum Website-Audit.
Zur Kostenfrage vorweg, weil sie in Gesprächen fast immer als Erstes kommt:
Die Bestandsaufnahme mit Gespräch gibt es zum Festpreis, den Sie vorher kennen – kein Stundenzettel, kein Abo, das sich von selbst verlängert.
Was danach passiert, entscheiden Sie.
So lief es zuletzt bei Marias Kino in Bad Endorf:
bestehende Website geprüft, Befund besprochen, Relaunch umgesetzt.
Das Projekt finden Sie im Portfolio.
Kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Website
Wenn Sie nach dem Selbsttest unsicher sind, schicken Sie mir einfach die Adresse Ihrer Website. Ich sehe sie mir an und Sie bekommen eine kurze schriftliche Einschätzung: Was mir auffällt, was davon dringend ist, und ob sich ein ausführlicher Check überhaupt lohnt. Kein Verkaufsgespräch, keine Verpflichtung. Die Ersteinschätzung kostet nichts; die anschließende Bestandsaufnahme, falls Sie sie wollen, gibt es zum Festpreis.
Terminvereinbarung per eMail oder telefonisch
Manchmal kommt man alleine nicht weiter. Ich bin auch in Rosenheim für Sie da.
Gemeinsam entwickeln wir die optimale Online-Strategie für Ihr Unternehmen. Profitieren Sie von jahrzehntelanger Erfahrung und starten Sie noch heute in eine erfolgreiche digitale Zukunft.
